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Jul
2026

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Ein spannender Rundgang im Pfrondorfer Wald

Veröffentlicht in Ökologie am Montag, 20 April 2026.

Ein spannender Rundgang im Pfrondorfer Wald

Bei bestem Wanderwetter folgten am 17. April 2026 viele Pfrondorferinnen und Pfrondorfer  der Einladung zu einem Waldspaziergang mit Revierleiter Christian Koch und Götz von Bülow, dem Leiter des Forstbezirks Schönbuch. Sachkundig und mit großer Leidenschaft berichteten sie, wie die historische Lindenallee in ihrem Bild unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte erhalten werden konnte. Sie dient Insekten und Fledermäusen als Leitstruktur, Amphibien wie die bis zu 24 Jahre alt werdende Gelbbauchunke fühlen sich dort wohl.

Immer besser gelingt ein fließender Übergang von der offenen Fläche in den dichten Wald dank der schottischen Hochlandrinder aus Rübgarten, welche ab dieser Woche wieder dort weiden. Begleitet werden sie erstmals von 2 Wasserbüffeln, welche die feuchten Flächen und Tümpel mitnutzen.

Der Schönbuch soll sowohl als Naherholungsgebiet, zum Klimaschutz mit CO2 – Bindung und auch zur wirtschaftlichen Nutzung dienen. Dank ausgeklügelter Waldpflege gelingt mittlerweile bei jährlich 7000 Festmeter geschlagenem Holz sogar ein Bestandszuwachs. Der Kahlschlag nach Sturm Lothar vor 26 Jahren wurde genutzt, um die bei Trockenstress nicht geeigneten Fichten und Kiefern durch Laubbäume zu ersetzen. So finden sich jetzt viele Elsbeeren, Kirschen oder Ebereschen und weiterhin die Buchen als seit Jahrtausenden vorhandene Ur-Waldbäume. Es besteht Hoffnung, dass diese sich dank ihres großen Genpools behaupten können.

Auch die Eichen trotzen dem Klimawandel bisher erfolgreich. Ein Prachtexemplar, genannt „die Dicke“ konnten wir staunend nicht weit vom Hauptweg entfernt besichtigen. Über 300 Jahre alt hat dieser Baum vielleicht sogar Goethe auf seiner Reise nach Süden gesehen.               

Zum Schluss schmeckte an der Jägersitzhütte noch vielen bei Försterfeuer und angeregten Gesprächen die Grillwurst.

Martin Schmid - Noller